Medizin

Der Teamarzt des österreichischen Fußball-Nationalteams Michael Fiedler bei der Betreuung der Spieler am Platz.
Fußball-Weltmeisterschaft

„Wer seinen Körper nicht in Bestform hält, hat kaum eine Chance“

Michael Fiedler stehen aufregende Wochen bevor: Er ist Teamarzt des österreichischen Fußball-Nationalteams. Der Unfallchirurg und Sportmediziner über das Nervositätslevel vor dem Turnier, Leistungsdruck und einen ganz persönlichen Wunsch.

Man sieht, wie jemand in einem Labor Proben auf eine runde Glasscheibe platziert.
Gerichtsmedizin

„Ein perfekter Mord ist fast unmöglich“

Die Gerichtsmedizin ist ein Fach, das die meisten Menschen mit der Aufklärung von ausgeklügelten Mordfällen assoziieren – in der Realität macht dies jedoch nur einen Bruchteil des Jobs aus. Über falsche Vorstellungen des Nachwuchses und darüber, was das Fach so außergewöhnlich macht, sprechen Nikolaus Klupp, Leiter des Zentrums für Gerichtsmedizin der MedUni Wien, und Katharina Stolz, Leiterin der Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene. 

Zwei Männer in blauer Arztkleidung
PVE mit LGBTQIA+-Fokus

„Wollten Ort schaffen, an dem sich Menschen nicht erklären müssen“

Das Wiener Primärversorgungszentrum Teampraxis im 6. hat sich auf HIV-Therapie, sexuelle Gesundheit, Transgendermedizin und Suchterkrankungen spezialisiert. Im Gespräch erzählen die Allgemeinmediziner und Miteigentümer Miloš Vasiljević und Daniel Uy, warum solche Angebote dringend notwendig sind, und warum gute Medizin weit mehr bedeutet als Diagnosen und Rezepte.

Röntgenbilder und im Hintergrund Ärztin
KI in der Radiologie

„Datenlage gibt Ersatz des Menschen durch KI derzeit nicht her“

Rüdiger Schernthaner, Vorstand des Zentralen Radiologie Instituts der Klinik Landstraße, über den realistischen Einsatz von KI in der Radiologie, aktuelle Grenzen der Technologie, Herausforderungen im klinischen Alltag sowie die Frage, warum menschliche Expertise trotz rasanter Entwicklungen weiterhin unverzichtbar bleibt.

Zwei Ärzte schauen auf den Bildschirm im OP-Saal während sie mit dem Da Vinci-Roboter arbeiten.
Da Vinci-Roboter

Operieren in einer Streichholzschachtel

Die Klinik Donaustadt war das erste Spital im Wiener Gesundheitsverbund, das das roboterassistierte Operationssystem Da Vinci bekommen hat. Primar Thomas Benkö, Abteilungsleiter der Kinder- und Jugendchirurgie, erklärt, warum das Hightech-Gerät für alle ein Gewinn ist.

Fünf Damen stehen am Podium im Rahmen einer Fachtagung.
Fachtagung im Rathaus

Frauengesundheit im Fokus

Das Referat für Frauenpolitik, Gender und Diversity der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien veranstaltete am Samstag, den 30. Mai 2026, bereits zum zweiten Mal den Frauengesundheitstag – die Erwartungen wurden übertroffen.

Laptop und Hände mit danebenliegendem Stethoskop
Tagesmedizin international

„Digitalisierung ist der zentrale Schlüssel“

Länder wie Dänemark und Finnland sind europäische Vorreiter bei tagesmedizinischen Behandlungen. Für einen reibungslosen Ablauf setzt man dort auf ein nahtloses Ineinandergreifen zwischen Spitalsbereich, niedergelassenem Bereich und mobilen Pflegediensten. Internist und Spitalsarzt Tobias Meischl vom Referat für Globale Kommunikation und Nostrifikant*innen Support im Gespräch über das Potenzial der Tagesmedizin. 

Frau liegt am Sofo und hält sich schmerzenden Bauch.
Endometriose

Zwischen Hyper-Awareness und Unsichtbarkeit

Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die bei Frauen im gebärfähigen Alter auftreten kann. Die gutartigen Wucherungen, die dabei außerhalb der Gebärmutterhöhle entstehen, sorgen bei Betroffenen oft für starke Beschwerden – von menstruationsassoziierten Schmerzen bis hin zu Infertilität. Endometriose-Spezialist Gernot Hudelist über die vielen Gesichter der Krankheit, wachsendes Bewusstsein und Therapiemöglichkeiten. 

Drei junge Ärztinnen sitzen nebeneinander und sehen direkt in die Kamera.
2. Frauengesundheitstag

Impulse für geschlechtersensible Medizin

Im Fokus des Frauengesundheitstags am 30. Mai 2026 im Rathaus standen die Themen Endometriose und unerfüllter Kinderwunsch. Veranstaltet wurde die Fachtagung vom Referat für Frauenpolitik, Gender und Diversity in Kooperation mit dem Wiener Programm für Frauengesundheit.

Frau steht an der Mauer gelehnt
Gendersensible Kommunikation in der Medizin

„Sprache schafft Vertrauen“

Wie beeinflusst Sprache die medizinische Versorgung? Chirurgin Mariam Vedadinejad befasst sich intensiv mit Inklusion und hat im März einen Vortrag zu gendersensibler Sprache in der Medizin in der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien gehalten. Im Interview erklärt sie, warum gendersensible Kommunikation ein Schritt zu mehr Fairness im Gesundheitssystem ist.

Frau in Arztkittel
Individuelle Betreuung schwer kranker Menschen

„Palliativ hat nicht automatisch mit Sterben zu tun“

Menschen mit unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankungen und begrenzter Lebenserwartung brauchen mehr als modernste Arzneimittel und Hightech-Medizin. Palliativmedizinerin Eva Masel über den medizinischen Ansatz, bei dem nicht die Heilung, sondern die bestmögliche Lebensqualität der Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt steht. 
 

Gerichtsmedizin

Mit Fingerspitzengefühl und absoluter Präzision

Gerichtsmedizin wird häufig mit Obduktionen assoziiert – das in Österreich spärlich besetzte Fach bietet aber wesentlich mehr: Eine zentrale Rolle hat es etwa beim Opferschutz inne. Gerichtsmedizinerin Katharina Stolz sprach bei einem Vortrag der Gesellschaft der Ärzte im Billrothhaus über Warnsignale für Gewalteinfluss bei Patientinnen und Patienten.

Drei Frauen halten ein Schild mit chiruginnen.connect
Frauen in der Medizin

Exzellente Chirurgie hat kein Geschlecht

Das Netzwerk Chirurginnen.connect wurde von Chirurginnen für Frauen in chirurgischen Fächern – und für jene, die es noch werden möchten – gegründet. Die Initiative setzt sich für ein modernes, gleichberechtigtes und zukunftsfähiges chirurgisches Arbeitsumfeld ein, in dem Leistung, Vielfalt und Talent gleichermaßen gefördert werden.

Mann in kariertem Sakko gestikuliert
ME/CFS

„Eine Erkrankung, für die man sich Zeit nehmen muss“

ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom) ist eine Erkrankung, die die Lebensqualität stark einschränkt. In Österreich sind schätzungsweise zehntausende Menschen betroffen. Was ärztliche Gutachterinnen und Gutachter beachten müssen, erläutert Peter Poslussny, Gutachter-Referent der Kammer für Ärztinnen und Ärzte.